Praxisprojekt 3: Design für die reale Welt
Gemeinsam mit dem basler Startup Maus Robotics entwickelten die Studierenden der HF Interaction Design (4. Semester) neue Nutzungserlebnisse rund um einen automatisierten Crêpe-Roboter – von der Bestellung bis zur Wartung.
Praxisprojekte bilden einen zentralen Bestandteil des Bildungsgangs HF Interaction Design. Sie ermöglichen es den Studierenden, ihre Kompetenzen in realen Projekten mit externen Partnern anzuwenden und weiterzuentwickeln.
Im Praxisprojekt 3 stand der Crêpe-Roboter von Maus Robotics im Zentrum. Der Auftrag ging dabei weit über die Gestaltung eines Bestellinterfaces hinaus: Gesucht waren Lösungen, die den Herstellungsprozess selbst zu einem Erlebnis machen und die besondere Qualität des Roboters sichtbar machen.
Zu Beginn des Projekts erhielten die Studierenden Einblicke in die Technologie, die Entwicklungsumgebung und die Anforderungen des Praxispartners. Bei einem Besuch vor Ort konnten sie den Roboter in Betrieb erleben, Abläufe beobachten und offene Fragen direkt mit dem Entwicklungsteam diskutieren.
Während vier Wochen entwickelten die Studierenden unterschiedliche Konzepte für das Nutzungserlebnis rund um den Crêpe-Roboter. Sie gestalteten die gesamte Interaktion – von der ersten Aufmerksamkeit über Bestellung und Bezahlung bis zur Ausgabe des fertigen Crêpes.
Wie können Neugier und Vertrauen geschaffen werden? Wie lässt sich der sichtbare Herstellungsprozess sinnvoll begleiten? Und wie wird aus einer automatisierten Maschine ein Erlebnis, das Menschen gerne nutzen? Diese Fragen begleiteten sie im Prozess.
Ergänzend entwickelten die Studierenden ein zweites Interface für Wartung und Service. Dabei standen Themen wie Systemübersicht, Diagnose, Fehlerbehebung und Wartungsabläufe im Fokus.
Während des Projekts wurden die Konzepte mehrfach aufgrund von Feedback des Praxispartners iteriert, getestet und als interaktive Prototypen umgesetzt. Das Dozierendenteam unterstützte die Studierenden durch Inputs zu Prototyping, Designsystemen und dem Einsatz von KI-gestützten Werkzeugen im Designprozess.
Die Abschlusspräsentationen fanden gemeinsam mit Maus Robotics statt. Die entwickelte Lösungsvielfalt zeigte eindrücklich, wie unterschiedlich die Aufgabenstellung interpretiert werden kann – von spielerischen Begleitfiguren über immersive Lichtinszenierungen bis zu reduzierten, auf den Herstellungsprozess fokussierten Konzepten.
Besonders erfreulich: Die Lösung von Alexandra Stöckli wurde von Maus Robotics für eine mögliche Weiterentwicklung und Integration ausgewählt.
Projektleitung: Daniel Hunziker
Begleitung: Mario Giudici, Dennis Schmidlin, Marc Strebel
Praxispartner: Maus Robotics











