Berufsmaturität

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Die Berufsmaturität, Ausrichtung Gestaltung und Kunst

Die Berufsmaturit√§t ¬ęGestaltung und Kunst¬Ľ erg√§nzt eine berufliche Grundbildung (Berufslehre) mit einer erweiterten Allgemeinbildung; Schwerpunkt ist der Erwerb und die Weiterentwicklung grundlegender gestalterischer F√§higkeiten und Fertigkeiten.

Die Berufsmaturit√§t schafft die Voraussetzungen f√ľr ein Studium an einer Fachhochschule und erleichtert den Besuch von Ausbildungslehrg√§ngen an h√∂heren Fachschulen sowie die Weiterbildung im Beruf selbst.

Aufnahmepr√ľfungen
Abschluss

 


Eignung und Zugangsvoraussetzungen

Eignung
Wesentlich sind r√§umliches Vorstellungsverm√∂gen und ein ausgepr√§gter Sinn f√ľr Proportionen, Farben, Zeichnung, Materialien und Schriftgestaltung. Neben dem Interesse an Gestaltung und kulturellen Str√∂mungen, der Freude an Kommunikation und Handwerk sind gute m√ľndliche und schriftliche Sprachkenntnisse von Vorteil. Ebenso ist Verst√§ndnis f√ľr die Arbeit mit dem Computer wichtig.

Voraussetzungen
a) Allgemeine Voraussetzungen f√ľr den Besuch der BMS sind ein g√ľltiger Lehrvertrag oder eine abgeschlossene Lehre (EFZ) sowie das Bestehen des Aufnahmeverfahrens. Eine pr√ľfungsfreie Aufnahme in die BMS ist m√∂glich (z. B. wer am Ende der obligatorischen Schulzeit die Bedingungen f√ľr einen Eintritt in ein Gymnasium erf√ľllt, bzw. erf√ľllt hat). Detaillierte Informationen sind auf der Homepage der BMS (siehe Link) zu finden.
Bei der BMS nach der Lehre ist von der Aufnahmepr√ľfung in den F√§chern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen befreit, wer im Eidgen√∂ssischen F√§higkeitszeugnis einen Notenschnitt von 5.3 und h√∂her vorweisen kann. 
b) F√ľr die gestalterische Ausrichtung ist eine Aufnahmepr√ľfung im Fach Gestalten abzulegen, sofern nicht ein gestalterischer Vorkurs besucht wurde. F√ľr Lernende, die nicht im Kanton Basel-Stadt wohnhaft sind, gelten die Aufnahmebedingungen f√ľr Berufsmaturit√§tsschulen resp. Gymnasien ihres Wohnkantons.


Ausbildungsmodelle

BM 1 und BM 2
Die Berufsmaturität kann während der Lehre (BM 1) oder nach der Lehre (BM 2) erworben werden.

Berufsmaturität während der Berufslehre (BM 1)
Lernende mit drei- oder vierjähriger Lehrzeit treten in der Regel bei Lehrbeginn in die Berufsmaturitätsschule ein. Neben dem Berufskundeunterricht besuchen sie an mindestens einem Tag den Berufsmaturitätsunterricht; dieser ersetzt den in der Berufslehre integrierten allgemein bildenden Unterricht.

Wer nach einer mindestens dreij√§hrigen Berufslehre als Inhaber/in eines Eidgen√∂ssischen F√§higkeitszeugnisses die Berufsmaturit√§t erwerben m√∂chte, hat folgende zwei M√∂glichkeiten:

Vollzeitausbildung nach der Lehre (BM 2)

Dauer ein Jahr, Unterricht ganztags von Montag bis Freitag.

Berufsbegleitende Ausbildung nach der Lehre (BM 2)
Dauer zwei Jahre. Der Unterricht findet in der Regel an zwei Tagen statt.


Aufnahmepr√ľfungen

Aufnahmepr√ľfung allgemein bildende F√§cher
Der Pr√ľfungsstoff entspricht dem Lernstoff am Ende der obligatorischen Schulzeit (Sekundarstufe I, erweitertes Niveau). Die Aufnahme erfolgt aufgrund einer schriftlichen Pr√ľfung in den F√§chern Deutsch, Englisch, Franz√∂sisch und Mathematik. Die F√§cher Englisch und Franz√∂sisch ergeben die Fremdsprachennote.

Vorbereitungskurse f√ľr allgemein bildende F√§cher
Die Berufsmaturit√§tsschule bietet regelm√§ssig Vorbereitungskurse f√ľr die Aufnahmepr√ľfung in den F√§chern Deutsch, Englisch, Franz√∂sisch und Mathematik an. Informationen und Anmeldeformulare sind im Weiterbildungskursprogramm enthalten oder k√∂nnen auf dem Schulsekretariat der BMS/AGS bezogen werden. Ebenso kann eine Musteraufnahmepr√ľfung f√ľr √úbungszwecke auf der Homepage der AGS heruntergeladen werden.

Gestalterische Aufnahmepr√ľfung
Der Pr√ľfungsinhalt baut sich auf den gestalterischen Kenntnissen aus der obligatorischen Schulzeit auf. (Sekundarstufe I). Die Pr√ľfung besteht aus drei Teilen: Zeichnung und Farbe (handwerkliche Fertigkeiten) sowie einem dritten, schriftlichen Teil.

Vorbereitungskurse gestalterische Aufnahmepr√ľfung
Im Fach ¬ę Gestalten ¬Ľ werden keine speziellen Vorbereitungskurse f√ľr die Aufnahmepr√ľfung BMS angeboten. Es besteht aber die M√∂glichkeit, √∂ffentliche Kurse an der Schule f√ľr Gestaltung Basel zu belegen. Die Aufnahmepr√ľfung ist bestanden, wenn der Durchschnitt aller Pr√ľfungsnoten mindestens 4.0 betr√§gt und h√∂chstens eine Note ungen√ľgend ist.


Promotion

Am Ende jedes Semesters wird ein Zeugnis ausgestellt, in das eine Leistungsbeurteilung f√ľr jedes Fach eingetragen ist. Der Durchschnitt aller Fachnoten aus den besuchten Berufsmaturit√§tsf√§chern wird als Mittelwert auf eine Dezimalstelle gerundet. Aufgrund des Zeugnisses entscheidet die Schule √ľber die Promotion.


Abschluss

Maturit√§tspr√ľfungen
Die Berufsmaturit√§tspr√ľfung erstreckt sich √ľber folgende F√§cher: Deutsch, Englisch, Franz√∂sisch und Mathematik. Zus√§tzlich in der Ausrichtung Gestaltung und Kunst gepr√ľfte F√§cher sind: ¬ęGestaltung, Kunst, Kultur¬Ľ sowie ¬ęInformation/Kommunikation¬Ľ. Die schriftlichen und m√ľndlichen Pr√ľfungen finden jeweils im Mai und Juni statt.

Berufsmaturitätsarbeit
Mindestens zwei F√§cher sind an der interdisziplin√§ren Projektarbeit (Berufsmaturit√§tsarbeit IDPA) beteiligt. Sie ist von den Lernenden umfassend zu dokumentieren. Die Projektarbeit muss einerseits einen konkreten Bezug zur Arbeitswelt aufweisen, darf aber andererseits eine allgemeine gesellschaftliche und kulturelle Perspektive nicht ausser Acht lassen. Die Berufsmaturit√§tsarbeit (IDPA) soll als wichtigstes Ziel die kombinierte und kreative Anwendung von Ressourcen im Hinblick auf den Aufbau von Kompetenzen erm√∂glichen, insbesondere die Analyse von Problemsituationen, Auswahl, Planung und Anwendung von L√∂sungsstrategien, die kritische √úberpr√ľfung von Prozessen und Resultaten sowie die ad√§quate Repr√§sentation der Resultate.


Bildungsmöglichkeiten nach der Berufsmaturität

Weiterf√ľhrende Schulen: Fachhochschulen
Eine Berufsmaturität berechtigt zum Eintritt ins Hauptstudium an einer Fachhochschule der Schweiz.
Websites der entsprechenden Fachhochschulen

Passerelle
Wer im Besitze einer eidgen√∂ssischen Berufsmaturit√§t ist, erh√§lt nach erfolgreicher Absolvierung einer Zusatzausbildung - der sog. ¬ęPasserelle¬Ľ - Zugang zu allen schweizerischen Universit√§ten inkl. ETH und kann ohne Einschr√§nkung jedes Fach studieren.
Passerelle

Schule f√ľr Gestaltung Basel
Vogelsangstrasse 15
4058 Basel

Leitung:
Anna-Lora Amrein
anna-lora.amreinbs.ch
Sekretariat:
Susan Gross
susan.grossbs.ch