Berufsmaturität

Die Berufsmaturität, Ausrichtung Gestaltung und Kunst

Die Berufsmaturität «Gestaltung und Kunst» ergänzt eine berufliche Grundbildung (Berufslehre) mit einer erweiterten Allgemeinbildung; Schwerpunkt ist der Erwerb und die Weiterentwicklung grundlegender gestalterischer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Die Berufsmaturität schafft die Voraussetzungen für ein Studium an einer Fachhochschule und erleichtert den Besuch von Ausbildungslehrgängen an höheren Fachschulen sowie die Weiterbildung im Beruf selbst.

Aufnahmeprüfungen
Abschluss

Broschüre Grundbildung an der SfG Basel 2015/16


Eignung und Zugangsvoraussetzungen

Eignung
Wesentlich sind räumliches Vorstellungsvermögen und ein ausgeprägter Sinn für Proportionen, Farben, Zeichnung, Materialien und Schriftgestaltung. Neben dem Interesse an Gestaltung und kulturellen Strömungen, der Freude an Kommunikation und Handwerk sind gute mündliche und schriftliche Sprachkenntnisse von Vorteil. Ebenso ist Verständnis für die Arbeit mit dem Computer wichtig.

Voraussetzungen
a) Allgemeine Voraussetzungen für den Besuch der BMS sind ein gültiger Lehrvertrag oder eine abgeschlossene Lehre (EFZ) sowie das Bestehen des Aufnahmeverfahrens. Eine prüfungsfreie Aufnahme in die BMS ist möglich (z. B. wer am Ende der obligatorischen Schulzeit die Bedingungen für einen Eintritt in ein Gymnasium erfüllt, bzw. erfüllt hat). Detaillierte Informationen sind auf der Homepage der BMS zu finden. Bei der BMS nach der Lehre ist von der Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen befreit, wer im Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis einen Notenschnitt von 5.3 und höher vorweisen kann. 
b) Für die gestalterische Ausrichtung ist eine Aufnahmeprüfung im Fach Gestalten abzulegen, sofern nicht ein gestalterischer Vorkurs besucht wurde. Für Lernende, die nicht im Kanton Basel-Stadt wohnhaft sind, gelten die Aufnahmebedingungen für Berufsmaturitätsschulen resp. Gymnasien ihres Wohnkantons.


Aufnahmeprüfungen

Aufnahmeprüfung allgemein bildende Fächer
Der Prüfungsstoff entspricht dem Lernstoff am Ende der obligatorischen Schulzeit (Sekundarstufe I, erweitertes Niveau). Die Aufnahme erfolgt aufgrund einer schriftlichen Prüfung in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik. Die Fächer Englisch und Französisch ergeben die Fremdsprachennote.

Vorbereitungskurse für allgemein bildende Fächer
Die Berufsmaturitätsschule bietet regelmässig Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik an. Informationen und Anmeldeformulare sind im Weiterbildungskursprogramm enthalten oder können auf dem Schulsekretariat der BMS/AGS bezogen werden. Ebenso kann eine Musteraufnahmeprüfung für Übungszwecke auf der Homepage der AGS heruntergeladen werden.

Gestalterische Aufnahmeprüfung
Der Prüfungsinhalt baut sich auf den gestalterischen Kenntnissen aus der obligatorischen Schulzeit auf. (Sekundarstufe I). Die Prüfung besteht aus drei Teilen: Zeichnung und Farbe (handwerkliche Fertigkeiten) sowie einem dritten, schriftlichen Teil.

Vorbereitungskurse gestalterische Aufnahmeprüfung
Im Fach « Gestalten » werden keine speziellen Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung BMS angeboten. Es besteht aber die Möglichkeit, öffentliche Kurse an der Schule für Gestaltung Basel zu belegen. Die Aufnahmeprüfung ist bestanden, wenn der Durchschnitt aller Prüfungsnoten mindestens 4.0 beträgt und höchstens eine Note ungenügend ist.


Ausbildungsmodelle

BM 1 und BM 2
Die Berufsmaturität kann während der Lehre (BM 1) oder nach der Lehre (BM 2) erworben werden.

Berufsmaturität während der Berufslehre (BM 1)
Lernende mit drei- oder vierjähriger Lehrzeit treten in der Regel bei Lehrbeginn in die Berufsmaturitätsschule ein. Neben dem Berufskundeunterricht besuchen sie an mindestens einem Tag den Berufsmaturitätsunterricht; dieser ersetzt den in der Berufslehre integrierten allgemein bildenden Unterricht.

Wer nach einer mindestens dreijährigen Berufslehre als Inhaber/in eines Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses die Berufsmaturität erwerben möchte, hat folgende zwei Möglichkeiten:

Vollzeitausbildung nach der Lehre (BM 2)

Dauer ein Jahr, Unterricht ganztags von Montag bis Freitag.

Berufsbegleitende Ausbildung nach der Lehre (BM 2)
Dauer zwei Jahre. Der Unterricht findet in der Regel an zwei Tagen statt.


Promotion

Am Ende jedes Semesters wird ein Zeugnis ausgestellt, in das eine Leistungsbeurteilung für jedes Fach eingetragen ist. Der Durchschnitt aller Fachnoten aus den besuchten Berufsmaturitätsfächern wird als Mittelwert auf eine Dezimalstelle gerundet. Aufgrund des Zeugnisses entscheidet die Schule über die Promotion.


Abschluss

Maturitätsprüfungen
Die Berufsmaturitätsprüfung erstreckt sich über folgende Fächer: Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik. Zusätzlich in der Ausrichtung Gestaltung und Kunst geprüfte Fächer sind: «Gestaltung, Kunst, Kultur» sowie «Information/Kommunikation». Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen finden jeweils im Mai und Juni statt.

Berufsmaturitätsarbeit
Mindestens zwei Fächer sind an der interdisziplinären Projektarbeit (Berufsmaturitätsarbeit IDPA) beteiligt. Sie ist von den Lernenden umfassend zu dokumentieren. Die Projektarbeit muss einerseits einen konkreten Bezug zur Arbeitswelt aufweisen, darf aber andererseits eine allgemeine gesellschaftliche und kulturelle Perspektive nicht ausser Acht lassen. Die Berufsmaturitätsarbeit (IDPA) soll als wichtigstes Ziel die kombinierte und kreative Anwendung von Ressourcen im Hinblick auf den Aufbau von Kompetenzen ermöglichen, insbesondere die Analyse von Problemsituationen, Auswahl, Planung und Anwendung von Lösungsstrategien, die kritische Überprüfung von Prozessen und Resultaten sowie die adäquate Repräsentation der Resultate.


Bildungsmöglichkeiten nach der Berufsmaturität

Weiterführende Schulen: Fachhochschulen
Eine Berufsmaturität berechtigt zum Eintritt ins Hauptstudium an einer Fachhochschule der Schweiz.
Websites der entsprechenden Fachhochschulen

Passerelle
Wer im Besitze einer eidgenössischen Berufsmaturität ist, erhält nach erfolgreicher Absolvierung einer Zusatzausbildung - der sog. «Passerelle» - Zugang zu allen schweizerischen Universitäten inkl. ETH und kann ohne Einschränkung jedes Fach studieren.
Passerelle

Schule für Gestaltung Basel
Vogelsangstrasse 15
4058 Basel

Leitung:
Anna-Lora Amrein
anna-lora.amreinbs.ch
Sekretariat:
Susan Gross
susan.grossbs.ch

Fachklasse für Grafik

Fachunterricht Berufslehren

Die öffentlichen Kurse